XING

 

Ein anderes soziales Netzwerk ist XING, dessen Betreiber die Hamburger Firma XING AG ist. XING ist ein Netzwerk, das auf Kontakte privater und beruflicher Natur ausgerichtet ist. Jeder Nutzer, Privatperson oder Unternehmen, hat die Chance, bei XING ein Benutzerprofil zu erstellen. In diesem Zusammenhang können Unternehmen beispielsweise fachlich versiertes Person suchen, offene Stellen anbieten und sich an Diskussionen in verschiedenen Fachgruppen beteiligen. Auch die Organisation von Veranstaltungen ist über XING möglich.

Mitgliedschaft

XING ist ein webbasierte soziales Netzwerk, das Nutzern interessante Möglichkeiten bietet. Eine davon ist, die Erkennbarkeit welche Mitglieder wen kennen. Das Netzwerk gibt es in der kostenlosen und bezahlbaren Version. Die bezahlbare Version von XING bietet seinen Mitgliedern eine umfangreiche Anzahl Funktionen wie beispielsweise die Suchfunktion.

Neue Mitglieder erstellen ihr Profil und tragen dazu eine Art beruflichen Lebenslauf ein. Die können Zeugnisse, Diplome und Referenzen einscannen und ein Foto von sich hochladen. XING verpflichtet seine Mitglieder nicht zum vollständigen Ausfüllen des Profils, des beruflichen Werdegangs und den Angaben auf der Seite “Über mich”. Allerdings sind die Angaben in diesen Seiten maßgeblich für Kontaktaufnahmen von und zu anderen Mitgliedern.

Mitgliedschaft

Mitglieder, die eine kostenlose Mitgliedschaft bei XING haben und sich abmelden wollen, müssen bei XING kündigen. Die Kündigungsfrist für Premium-Mitglieder oder der bezahlten XING-Variante beträgt nach den Allgemeinen Geschäftsbedingungen drei Wochen vor Ablauf des vertraglich abgeschlossenen Zeitraum.

Was XING bietet

XING hat eine mehrsprachige Benutzerschnittstelle. Bei der Funktion “Suche” berücksichtigt die Schnittstelle die gemeinsam gesprochene Sprache. Unterstützt werden derzeit Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Niederländisch, Portugiesisch, Polnisch, Russisch, Chinesisch sowie Türkisch.

Das Netzwerk bietet die Kontaktpflege auf datenbankorientierter Basis, Veranstaltungskalender und Terminfunktionen. Daneben stehen den Mitgliedern mehr als 46.870 Diskussionsforen zur Verfügung, die teilweise für einen bestimmten Personenkreis zugänglich sind; andere sind öffentlich. Zum “bestimmten Personenkreis” gehören geschlossene Nutzergruppen aus Organisationen und Firmen, welche die Möglichkeit haben, erweiterte Funktionen zu nutzen.

XING ist nicht nur ein Netzwerk im Web, sondern veranstaltet auch über die im Netzwerk vorhandenen Regionalgruppen lokale Events und Treffen. Hier können sich die Mitglieder kennenlernen und persönliche Kontakte knüpfen. Allein 2010 waren es mehr als 180.000 Veranstaltungen.

Bei XING hat jedes Mitglied sein eigenes Postfach, das ausschließlich über das Portal des Netzwerkes zugänglich ist. Daneben ist es für Nutzer möglich, direkt Instant-Messaging und Skype aufzurufen.

Eine interessante Funktion für Unternehmen ist die seit 2007 bei XING integrierte Jobbörse. Hier haben Privatpersonen die Chance, Stellenanfragen einzustellen. Auf der anderen Seite bieten sich für Unternehmen zwei Möglichkeiten: Entweder nutzen sie die Stellenanfragen oder stellen selbst ein Stellenangebot ein.

Datenschutz

Datenschützer sind allgegenwärtig und auch bei XING fanden sie Mängel. Einer davon ist, dass die Teilnehmer nicht ausreichend über die Möglichkeiten der Schutzeinstellungen informiert werden und daher aus Unkenntnis ihre Daten der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Weiterhin sparte man nicht mit Kritik, als XING Anfang 2008 Werbung auf den Profilseiten einblendete. Dies geschah immer dann, wenn Mitglieder der kostenlosen Variante diese Seite aufriefen. Die zahlenden Mitglieder waren darüber nicht informiert und kritisierte diese Maßnahme. Die Werbeeinblendungen auf den Profilseiten stellte XING ein.

Weiter sammelt XING automatisch Profile von Unternehmen, wenn mindestens vier XING-Mitglieder bei diesem Unternehmen tätig sind. Das Problem dabei ist, dass diese Profile nicht vollständig sind und beispielsweise kein Impressum haben. Nach einem Urteil des Landgerichts Fürth können Unternehmen für diese Profile die Löschung veranlassen.

Fazit

Für Unternehmen ist XING ein Netzwerk, das ihnen viele Möglichkeit im Bereich Marketing und Personal eröffnet. Auch private Nutzer haben Vorteile bei einer Mitgliedschaft. Das Netzwerk unterstützt die Anbahnung von Kontakten privater und geschäftlicher Natur. Die vielen Foren bieten sich für fachbezogene Diskussionen an, die regionalen Foren für das persönliche Kennenlernen.

Instagram

Instagram ist kein Netzwerk im Sinne von Facebook und Co. sondern ein Online-Dienst, der für Nutzer kostenlos ist. In Instagram können Mitglieder ihre Videos und Fotos mit anderen Nutzern teilen. Weiter gibt es für Windows Phone, iOS und Android eine App. Seit April 2012 gehört Instagram zu Facebook; das Unternehmen kaufte Instagram zum Preis von 760 Millionen Euro (einer Milliarde US-Dollars).

Instagram hat nach dem Stand vom April 2015 mehr als 300 Millionen Mitglieder. Bei dem Online-Dienst werden täglich über 20 Millionen Bilder hochgeladen. Der Erfolg der Plattform begründet sich durch bekannte Marken, die bereits in früheren Zeiten auf Instagram ihr Profil anlegten und pflegten. Die gewerblichen Stamm-Mitglieder bleiben erhalten, da viele Privatpersonen gewerbliche Einrichtungen als Motiv für ihre Fotos wählen.

Instagram für Unternehmen

Für Unternehmen gibt es bei Instagram kein eigenes Profil. Es ist beispielsweise nicht möglich, ein Impressum einzutragen. Für die Marketingstrategie ist Instagram jedoch ein nützliches Element. Wieder waren Unternehmen in den USA die Wegbereiter für eine Werbung, die aus Videos und Fotos besteht und zwischen Posts geschaltet wird. In Deutschland übernahmen 2015 diese Werbemaßnahme auch einheimische Unternehmen. Derartige Werbung ist speziell auf den Nutzer ausgerichtet und berücksichtigt dessen Vorlieben.

Instagram ist für Unternehmen als separater Online-Dienst zu sehen, mit dem neue Werbestrategien durchgeführt werden können. Daneben ist der Zusammenschluss mit Facebook für Unternehmen und ihrer Marketingstrategie vorteilhaft, weil sie beides, den Online-Dienst und das soziale Netzwerk gleichzeitig mit Erfolg nutzen können.

Fazit

Bilder und Videos sind seit jeher eine effektive Werbung. Viele Verbraucher lesen die Texte nicht vollständig oder gar nicht. Mit der bildlichen Darstellung des Produkts in Form von Bild oder Spots fangen sie in der Regel mehr an.

Pinterest

Unter Pinterest versteht man ein soziales Netzwerk, bei dem die Mitglieder ihre Bilder an eine “Pinnwand” heften und die Bilder beschreiben. Nutzer haben die Möglichkeit, diese Bilder mit anderen Nutzern zu teilen, die Bilder zu kommentieren und auszudrücken, ob das Bild gefällt oder nicht. Für das Netzwerk sind aktuell 500 Mitarbeiter im Unternehmen, das im kalifornischen Palo Alto seinen Sitz hat, tätig. Die Mitgliederzahl bewegte sich im Herbst 2015 im Bereich von 100 Millionen.

Die Idee

Hinter Pinterest steht die Idee, den Nutzern einen Austausch über Interessen, Hobbys sowie Tipps für den Einkauf auf virtueller Basis in Form einer Pinnwand zu ermöglichen. Dabei ist es machbar, Bilder und Videos, die bei Vimeo oder YouTube hochgeladen sind, auf der Pinnwand von Pinterest zu hinterlegen. Pinterest arbeitet mit Twitter zusammen, nachdem Instagram die Zusammenarbeit aufgelöst hat. Die Partnerschaft bewirkt, dass Pinterest die Twitter-Cards-Schnittstelle unterstützt. Damit können Nutzer Inhalte, die sich auf der Pinnwand von Pinterest befinden, direkt in Tweets darstellen, ohne einen separaten Internetauftritt für diese Funktion nutzen zu müssen.

Pinterest mobil

Pinterest war eines der ersten sozialen Netzwerke, die eine App für mobile Endgeräte angeboten haben. Aktuell werden nach der letzten umfangreichen Überarbeitung der Apps, die 2012 erfolgte, die Betriebssysteme Android und Apple iOS unterstützt.

Funktionen

Weltweit ist Pinterest auf der Liste der am Meisten besuchten Webseiten auf Platz 26; in den USA auf Platz 12 und in Deutschland auf Platz 58. Aktuell gewinnt Pinterest in den Bereichen Online-Marketing, Social Media Marketing und Public Relations national und international immer mehr Bedeutung. Unternehmen profitieren davon, indem sie, wie eine große Anzahl deutscher Unternehmen in ihre Marketingstrategie Pinterest mit einbeziehen.

Die neue Funktion “Product Pins” ist für Unternehmen interessant. Die seit Mai 2013 veröffentlichte Funktion gestattet es den Mitgliedern, neben Bildern und auch Aufnahmen von Produkten auf der Pinnwand des eigenen Profils abzulegen. Außerdem pflegt Pinterest mit verschiedenen Marktplätzen und Onlineshops Kooperationen. Dadurch will das Netzwerk eine Kommerzialisierung für diese Funktion erreichen. Einige international bekannte Marken waren bereits am Start dieser Funktion dabei.

Pinterest geht noch einen Schritt weiter. Seit August 2013 ist es Nutzern möglich, sich über Neuerungen und preislichen Veränderungen der Produkte, die über das Netzwerk verfolgt, per E-Mail informieren zu lassen. Dieses Konzept ist für beide Seiten, Verkäufer und Nutzer gleichermaßen vorteilhaft. Die Verkäufer der vom Nutzer verfolgten Produkte können mit dieser Funktion ihr Angebot nochmals dem Kunden bereitstellen und ihn im günstigsten Fall zum Kauf bewegen.

Urheberrecht

In den USA gibt es anderes Urheberrecht, als wir es in Deutschland kennen. Jeder, der Inhalte auf die Pinnwand von Pinterest stellt und diese teilt, haftet, wenn er gegen das deutsche und europäische Urheberrecht verstößt. Werke, welche der Urheber rechtlich schützt, dürfen ohne dessen Zustimmung weder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht noch vervielfältigt werden.

Fazit

Pinterest ist ein soziales Netzwerk, das sich als moderne Marketingmaßnahme ideal eignet. Werbung in Form von Bildern ist bei Verbrauchern sehr beliebt. Sie lesen nicht nur den Text, sondern sehen das Produkt auf dem Bild.